Aktuell am Remigianum
Erweiterung des Förderkonzeptes mit 'Life Kinetik'
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- Zuletzt aktualisiert: Freitag, 14. April 2017 14:15
Durch Bewegung zu besserer Leistungsfähigkeit
Es ist Teil des Trainingsprogramms des BVB, die Freiburger machen es, Felix Neureuther macht es und ab dem Schuljahr 2012/13 trainieren es auch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 und 6 am Gymnasium Remigianum: Life Kinetik – das Bewegungsprogramm zur Gehirnentfaltung.
Bereits nach der ersten Informationsveranstaltung im März 2013 am Gymnasium Remigianum stand für Schulleiterin Dorothea Meerkötter fest: „ Das Konzept ist sehr überzeugend: Es bietet sich hier ein innovativer Weg, Gesundheit und die Freude an Bewegung zu fördern und gleichzeitig eine Steigerung auch der kognitiven Leistungsfähigkeit erreichen zu können."
Im April 2013 hat Ruth Bahde, Lehrerin am Gymnasium Remigianum und pädagogische Leiterin von Erlebniswelt Sport, die Ausbildung als Life Kinetik Schul-Coach absolviert und wird in diesem Schuljahr Intensivstunden mit dem Schwerpunkt Life Kinetik in den Jahrgangsstufen 5 und 6 durchführen.
Christel Schulten, Stufenkoordinatorin der Jahrgänge 5 und 6, begrüßt diese Erweiterung des Förderkonzepts der Schule: „Die individuelle Förderung der Schüler ist uns schon seit Jahren ein wichtiges Anliegen. Mit Life Kinetik können wir zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten einen neuen Weg gehen. Denn es gibt immer wieder Schülerinnen und Schüler, die trotz einer guten Auffassungsgabe ihr Leistungspotential in der Schule nicht voll entfalten. Das kann an Wahrnehmungs- oder Konzentrationsschwächen liegen. Mit dem Life Kinetik -Programm in den Intensivkursen soll diese Schülergruppe gezielt gefördert werden, so dass sich ihre guten Anlagen im Schulerfolg widerspiegeln."
Wie funktioniert das Konzept? Beim Life Kinetik -Training werden nicht alltägliche visuelle, kognitive und koordinative Aufgaben an den Körper gestellt. Durch diese Herausforderungen werden im Gehirn neue Verbindungen angeregt. Je mehr neue solcher Vernetzungen im Gehirn vorliegen, desto leistungsfähiger wird es. Ein Grundprinzip von Life Kinetik ist es, keine Aufgabe solange zu trainieren, bis sie perfekt sitzt. Sobald sich ein erster Erfolg einstellt, erfolgt gleich eine neue Herausforderung. Das regt neuronale Lernvorgänge an, bindet neue Gehirnzellen ein, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und die Leistungsfähigkeit des visuellen Systems. Durch das Visual-Optometrie-Training, das in Zusammenarbeit mit dem renommierten Visual-Optometristen Siegmund Scigalla entwickelt wurde, können die Schüler ihre Wahrnehmung steigern.
Positive Ergebnisse der Anwendung von Life Kinetik bestätigt Ludger Wilkes, der das Programm an seiner Förderschule in Rhede bereits seit einem ¾ Jahr praktiziert. Schon nach einigen Wochen habe sich die Konzentrationsleistung der Jugendlichen spürbar erhöht. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass auch das Teamverhalten im Sportunterricht und die Stimmung in den Klassen viel positiver erlebt würden.
Parallel dazu fördert Wilkes auch eine Gruppe von 6-11 jährigen Kindern in einem Kurs der Erlebniswelt in Heiden. In dieser Gruppe sind schwerpunktmäßig Kinder, die Aufmerksamkeits- und Entwicklungsstörungen oder Lese-Rechtschreibschwierigkeiten in der Schule zeigen. Auch hier sind die Rückmeldungen von Schule und Eltern durchweg positiv. Insbesondere sei eine deutliche Steigerung des Selbstbewusstseins der Kinder zu erkennen.
In die gleiche Richtung gehen zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die positiven Auswirkungen von Life Kinetik beschreiben (www.lifekinetik.de) .
Für das Remigianum sollen die künftigen Intensivstunden aber nur der erste Schritt sein. Es ist angedacht, dass noch in diesem Jahr bis zu 6 weitere Sportlehrer und -lehrerinnen als Life Kinetik Schul-Coaches ausgebildet werden sollen, so dass Life Kinetik in den Sportunterricht der Jahrgangsstufen 5 und 6 integriert werden kann.
Zur Zeit planen Ruth Bahde und Life Kinetik Master Trainer René Wienen eine spezielle Lehrerfortbildung am Gymnasium Remigianum, die voraussichtlich noch in diesem Jahr durchgeführt werden kann. Anfang des kommenden Schuljahres wird überdies eine Informationsveranstaltung für alle Lehrer und Eltern stattfinden. (Text u. Photos R. Bahde)














